
Das Wichtigste in Kürze:
- Fundraising braucht ein klares, messbares Ziel, sonst ist es so unpräzise wie „Triff irgendwas“.
- Ohne solide Grundlagen wie Storytelling, Zielgruppenverständnis und passende Kanäle verfehlt jede Kampagne ihr Potenzial.
- Erfolg entsteht durch ständiges Testen, Optimieren und Wiederholen, bis die Abläufe sitzen.
- Das richtige Timing macht den Unterschied, denn die Spendenfrage funktioniert nur, wenn vorher Vertrauen aufgebaut wurde.
5 Learnings, die du sofort anwenden kannst
Viele Menschen glauben: Fundraising ist kompliziert. Aber Bogenschießen ist es auch und das ist dazu noch eeeecht gefährlich. Trotzdem machen es Menschen völlig entspannt in der Öffentlichkeit. Und was hat Fundraising jetzt mit Bogenschießen gemeinsam?
Mehr, als man auf den ersten Blick denkt. In diesem Beitrag erfährst du, warum Fundraising und Bogenschießen überraschend ähnliche Prinzipien haben und welche fünf Learnings du direkt für deine Arbeit nutzen kannst.
Ein klares Ziel ist alles
Beim Bogenschießen ist das Ziel ganz eindeutig: die Scheibe. Keine Missverständnisse, keine Interpretationsspielräume.
Im Fundraising hingegen sieht das oft anders aus. Das uns allbekannte Satzerl: „Wir wollen mehr Spenden“ ist ungefähr so präzise wie „Triff irgendwas“.
Besser wäre: „Wir wollen bis Jahresende 100 neue Online-Spender:innen gewinnen, die durchschnittlich 50 Euro geben.“ Das ist konkret. Das ist messbar. Und das ist erreichbar. Vor allem wenn du dir vorher überlegst, wie.
Im Bogenschießen ist es die Visualisierung und im Fundraising ist es die Donor Journey. Also der Weg, den Menschen gehen, bevor sie spenden.
Auch wichtig! Fang nicht bei völlig fremden Menschen an. Gute Bogenschütz:innen starten auch nicht auf 70 Meter Distanz, sondern auf 10. Und im Fundraising bedeutet das: Beginne bei Menschen, die deiner Organisation bereits nahestehen.
Die Basis muss stimmen
Bevor du im Bogenschießen überhaupt einen Pfeil loslässt, lernst du Stand, Griff und Atmung. Ohne diese Grundlagen geht gar nichts.
Auch im Fundraising ist es genauso. Storytelling, Zielgruppenverständnis und passende Kanäle sind deine Basis. Denn ohne sie schießt du einfach nur irgendwie und triffst entsprechend wenig.
Wiederholen, testen, optimieren
Bogenschießen ist Wiederholung, Wiederholung, Wiederholung. Immer und immer wieder, bis jede Bewegung sitzt. Fundraising funktioniert genauso: Du testest, optimierst und wiederholst.
So lernst du deine Zielgruppe besser kennen und machst deine Kampagnen präziser. Das Ergebnis:
- klarere Call-to-Actions
- vertrauenswürdige Spendenpages
- weniger technische Hürden
Ohne Feedback kein Fortschritt
Bogenschießen wirkt wie ein Einzelsport und trotzdem entstehen auch hier die besten Ergebnisse im Team. Und das ist, wie wir jetzt schon ganz oft gehört haben, im Fundraising nicht anders. Selbst wenn du allein arbeitest, brauchst du unterschiedliche Perspektiven: Datenanalyse, Grafik, Text, Kanäle, Strategie, Spender:innenservice.
Und wie Bogenschütz:innen Wind und Wetter berücksichtigen, müssen Fundraiser:innen externe Faktoren einbeziehen: Trends, gesellschaftliche Stimmung, technische Entwicklungen.
Timing entscheidet
Beim Bogenschießen bestimmt nicht der Mensch den perfekten Moment, sondern der Bogen. Und wenn du dann die Sehne loslässt, bist du völlig entspannt.
Im Fundraising gilt dasselbe: Die Spendenfrage ist nur ein kleiner Teil des Prozesses. Und wenn du sie zu früh stellst, verkrampfst du und bekommst wenig zurück. Investiere deshalb in die Zeit davor!
Noch mehr Infos findest auch auch in unserem Video.
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20.05.2026


